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Gebrauchte Immobilien haben ihre Reize, aber …

Gebrauchte Immobilien haben ihre Reize, aber …

Beim Kauf von Bestandsobjekten ist vieles zu beachten – sie können aber auch zu echten Volltreffern werden

Schon klar: Die ganz persönliche Vision vom Leben in den eigenen vier Wänden lässt sich in allen Facetten meist nur in einem Neubau verwirklichen, in dem der künftige Hausherr seine Vorstellungen bereits in die Planung mit einbringen kann. Manchmal zieht es angehende Eigenheimbewohner jedoch in bereits fertig bebaute Wohngegenden, in denen keine Bauplätze mehr zu haben sind. Oder sie suchen einen bestimmten Charme – etwa den eines schnuckligen Fachwerkhauses –, der sich in einem Neubau nur schwer verwirklichen lässt. Für den Kauf einer Gebrauchtimmobilie kann es also gute Gründe geben – doch der Teufel steckt, wie so oft, im Detail.

Abgesehen davon, dass ein bereits stehendes Objekt schneller bezugsfertig ist und keine Zeit mehr für Planung, Erschließung und Bauausführung verstreicht – es ist in der Regel auch günstiger. Als grobe Faustregel gilt: Gebrauchte Immobilien kosten etwa 20 Prozent weniger als vergleichbare neue.

Das Adjektiv „grob“ kann in diesem Fall aber getrost auch als Warnung gesehen werden: Bestandsobjekte weisen oft verdeckte Mängel auf, die unbedingt identifiziert werden sollten, bevor der Kaufvertrag unterschrieben wird. Denn dann liefern sie gute Argumente, den Preis noch ein wenig zu drücken. Zu spät erkannt, können sie die ursprüngliche Kostenkalkulation dagegen brutal sprengen.

Dabei geht es nicht nur darum, nach Schimmel oder Feuchtigkeit im Keller Ausschau zu halten, sondern auch um Probleme, die gegebenenfalls erst in absehbarer Zeit sichtbar werden, sich aber schon kon-kret voraussehen lassen. Kupferblech-Eindeckungen am Dach etwa haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 80, Zinkblech-Eindeckungen dagegen nur von 25 Jahren. Das sollte ein Kaufinteressent wissen, wenn er ein 15 Jahre altes Objekt ins Visier genommen hat, das gegenwärtig noch tipptopp aussieht. Anderes Beispiel: Holzböden müssen im Schnitt nach 50 Jahren erneuert werden, textile Beläge nach 15 Jahren.

ENERGIEEFFIZIENZ: IN ÄLTEREN OBJEKTEN OFT EIN SCHWACHPUNKT

Zusehends bedeutender geworden ist in den vergangenen Jahren das Thema Energieeffizienz. Wer die betagte Ölheizung im gebraucht gekauften Haus austauschen oder mit moderner Solartechnik oder Pelletöfen kombinieren will, muss tief in die Tasche greifen. Aber auch, was die Isolierung von Wänden, Decken und Fenstern angeht, wird in Neubauten heute vieles selbstverständlicherweise installiert, was in älteren Objekten erst nachgerüstet werden muss. Sonst klettern die Heizkosten schnell ins Uferlose.

Noch immer ausgezahlt hat es sich, wenn Fans historischer Bausubstanzen selbst einiges an handwerklichem Geschick mit ins neue Heim bringen. Denn in einer gebrauchten Immobilie gibt es immer etwas zu tun. Selbst in gut erhaltener Bausubstanz sind auf Sicht immer Renovierungen und Sanierungen erforderlich.

Wichtig dabei: Bescheid wissen, was an eigenem Gestaltungsspielraum in den neuen alten vier Wänden noch möglich ist. Gerade Fachwerkhäuser stehen vielerorts unter Denkmalschutz. Ist dagegen das Einbringen eigener Kreativität erlaubt, können aus der Kombination von alt und neu individuelle Schmuckstücke entstehen, die auch den Wiederverkaufswert einer vielleicht günstig erstandenen Immobilie drastisch in die Höhe treiben. Den sollte auch derjenige im Auge haben, der im Moment hundertprozentig sicher zu sein glaubt, den Platz fürs Leben gesucht und gefunden zu haben. Wer weiß schon, was morgen geschieht …

SACHVERSTÄNDIGE BERATUNG MUSS SEIN

In diesem Zusammenhang ist ebenfalls interessant zu wissen: Hat der Staat vielleicht Fördermittel bereitgestellt, die sich fürs Modernisieren einer historischen Bausubstanz beantragen lassen? Auch darüber frühzeitig informiert zu sein, kann sich auf die Kostenkalkulation positiv auswirken.

Wer den Kauf einer Gebrauchtimmobilie ins Auge gefasst hat, sollte daher auf keinen Fall auf die Dienste eines Bausachverständigen verzichten. Mit sicherem Blick auch für verdeckte Kosten und demnächst fällige Investitionen erstellt er für durchschnittlich 800 bis 1000 Euro ein umfangreiches Gutachten, mit dem sich ruhigen Gewissens in die Kaufverhandlungen einsteigen lässt. Gute Maklerbüros – wie German Homes Immobilien – beschäftigen sogar eigene, zertifizierte Immobiliensachverständige, die ein solches Wertgutachten kostenfrei als zusätzliche Serviceleistung anbieten.

„YOU GET WHAT YOU SEE“ KANN EINE FEINE SACHE SEIN

Weiterer Vorteil einer Gebrauchtimmobilie: Der Interessent kauft, was er sieht, sein Vorstellungsvermögen wird nicht überstrapaziert. Sechsstellige Beträge oder mehr in Objekte zu investieren, die vor dem Kauf nur anhand von Plänen, Skizzen oder Animationen veranschaulicht werden, ist nicht jedermanns Sache.

Zudem befinden sich Bestandsimmobilien fast immer in bereits gewachsenen Wohngebieten, sodass es viel leichter ist, sich noch vor dem Kauf ein Bild von der Nachbarschaft und der vorhandenen Infrastruktur zu machen. Wie weit ist es zur nächsten Schule? Zum nächsten Grün, auf dem Hundi Gassi geführt werden will? Zum nächsten Lokal, Kino, Theater? Kann der Panoramablick vom Balkon in absehbarer Zeit zugebaut werden? Das alles lässt sich in einer bereits gewachsenen Umgebung leicht recherchieren. Wer sich dagegen ein Eigenheim in einem noch entstehenden Neubaugebiet zulegt, kann in der Zukunftso manche Überraschung erleben.

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